Welches Geschenk für einen Katzenfan? 5 Ideen für jemanden, der jedes Verhältnismäßigkeitsgefühl bereits verloren hat

    Léo Talano • 22.08.2026

    Welches Geschenk für einen Katzenfan? 5 Ideen für jemanden, der jedes Verhältnismäßigkeitsgefühl bereits verloren hat
    Du suchst ein Geschenk für jemanden, der Katzen liebt. Nicht „mag ganz gern“, Achtung: Wir sprechen hier von jemandem, der sein Tier „meinen Sohn“ nennt, ihm auf Instagram zum Geburtstag gratuliert und schon mehr Fotos von einem Fellknäuel besitzt als von Familienmitgliedern. Kurz gesagt: von jemandem, der potenziell nicht mehr zu retten ist. So einer Person ein Geschenk zu machen ist heikel. Verschätzt du dich, landest du schnell in der Hölle der „Cat Mom“-Tasse oder der Socke mit gestickten Pfötchen, also in der faulsten Zone des dekorativen Kapitalismus. Du musst also gezielt treffen: etwas Lustiges, ein wenig Absurdes, das wirklich die leichte psychische Störung anspricht, die übertriebene Katzenliebe eben ist. Hier also 5 Geschenkideen für Katzenfans, die wirklich in Betracht gezogen werden sollten.

    1. Ein lustiges Katzenbuch, das die Leute nicht für dumm verkauft

    Fangen wir mit dem Offensichtlichen an: Wenn die Person, der du etwas schenkst, mit einer Katze zusammenlebt und ihr bereits politische Ansichten, Neurosen oder eine sexuelle Orientierung unterstellt, solltest du aufhören, gegen das Problem anzukämpfen, und es lieber begleiten. Genau dafür gibt es Was tun, wenn meine Katze schwul ist?: einen Überlebensratgeber für alle, die ihre Katze für woke, rassistisch, elitär, freizügig oder K-Pop-verrückt halten. Die Idee ist simpel: den absurden Reflex, den alle Katzenbesitzerinnen haben (dem Tier irgendetwas zu unterstellen), nehmen und bis zur Katastrophe weitertreiben. Ein sehr gutes Geschenk für:
    • die Person, die ihre Katze ohne jede Ironie „Bébou“ nennt;
    • die Freundin, die dir schon mal „ich schwör dir, sie manipuliert mich“ über eine Siamkatze erzählt hat;
    • oder jede Person, die das Leben mit einer Katze für gleichbedeutend mit dem Zusammenwohnen mit einer Soziopathin im Pelzmantel hält.
    Und vor allem: Es ist mal etwas anderes als das niedliche Buch über „die Geheimnisse unserer felinen Gefährten“, das immer damit endet, dir zu erklären, Minki liebe Kartons, weil sie sich darin sicher fühle. Danke, Peter Lustig.

    2. Ein personalisiertes Porträt ihrer Katze

    Eine fettleibige, passiv-aggressive Katze in Napoleon I., den Papst oder einen britischen Admiral zu verwandeln, bleibt eine sichere Sache. Es ist anmaßend, völlig unverhältnismäßig und meist ziemlich hässlich. Stell dir aber mal eine Frage: Was wird die Person tun, sobald das Bild aufgehängt ist? Es ansehen. Jeden Tag. Zwanzig Jahre lang. Ein Buch wie Was tun, wenn meine Katze schwul ist? hingegen liefert ein echtes, wahrhaftiges und detailliertes Porträt eines Tieres, das vermutlich anarchistisch, versnobt oder süchtig nach Persönlichkeitsentwicklung ist. Ehrlich, zwischen einem verstaubenden Poster und einem Ratgeber, der eine Katze des Kommunismus bezichtigt, ist die Wahl schnell getroffen.

    3. Eine Persönlichkeitsanalyse ihrer Katze

    Manche Firmen bieten an, die Persönlichkeit deiner Katze zu entschlüsseln. Man fragt dich nach Alter, Rasse, Gewohnheiten, manchmal sogar dem Sternzeichen, bevor man dir erklärt, sie sei „neugierig, aber unabhängig“, „an ihr Revier gebunden“ oder „emotional komplex“. Mit anderen Worten: Du zahlst 40 €, damit dir eine fremde Person mitteilt, dass deine Katze… eine Katze ist. Bei dem Preis kannst du ihr auch gleich Was tun, wenn meine Katze schwul ist? schenken. Das Buch behauptet wenigstens nicht, wissenschaftlich zu sein: Es wird dir sehr ernsthaft erklären, deine Katze sei wahrscheinlich bayerisch, vegan oder K-Pop-Fan. Und paradoxerweise wirkt das manchmal glaubwürdiger.

    4. Eine Tasse mit Katzenmotiv

    Eine Tasse kann funktionieren. Vorausgesetzt, sie ist ausreichend albern. Keine „Cat Mom“. Kein „Home is where my cat is“. Das ist die Geschenkabteilung eines Gartencenters an einem Sonntagnachmittag. Es braucht etwas, das den Wahnsinn voll übernimmt. Zum Beispiel: Ich arbeite, um das Futter eines Tieres zu bezahlen, das mich hasst. Oder du überspringst gleich den Abwasch-Umweg und schenkst Was tun, wenn meine Katze schwul ist?, das exakt dasselbe Maß an Verzweiflung enthält, allerdings auf 180 Seiten.

    5. Ein Gesellschaftsspiel über Katzen

    Kann eine gute Idee sein, aber nur unter einer Bedingung: dass es weniger als zwanzig Minuten dauert. Denn nach zwanzig Minuten will jeder von Natur aus lieber über die eigene Katze reden. Und genau da wird dein Geschenk nützlich. Nach zwei Runden wird garantiert jemand sagen: „Meine macht das haargenau so.“ Dann kannst du Was tun, wenn meine Katze schwul ist? herausholen, als wäre es ein echtes tierärztliches Handbuch. „Ach nein, das ist eindeutig eine Berliner Katze.“ Der Abend ist gerettet.

    Fazit

    Am Ende ist es egal, wofür du dich entscheidest. Ein Porträt, eine Tasse, ein Gesellschaftsspiel oder ein besticktes Kissen landen alle am selben Ort: neben der Katze, die sie komplett ignorieren wird. Schenkst du dagegen Was tun, wenn meine Katze schwul ist?, stehen die Chancen gut, dass die beschenkte Person sofort anfängt, ihre Katze mit den 100 Profilen aus dem Buch zu vergleichen. Für ein paar Stunden vergisst sie sogar, die 437 Fotos ihres Tiers von dieser Woche zu zeigen. Das ist wahrscheinlich das schönste Geschenk, das du dem Umfeld dieser Person machen kannst.

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